Divertigranja- A place where children can learn
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Hintergrund

In Mexiko werden Menschen mit Behinderungen selten akzeptiert und oft wird diese Randgruppe nicht in die Gesellschaft integriert. Staatliche Schulen sind für Kinder mit Behinderungen nicht zugänglich; öffentliche Plätze und Arbeitsstätten sind nicht behindertengerecht. Es gibt keine Rampen oder Brailleschrift in staatlichen Schulen. Toilettentüren sind für Rollstühle zu eng und es gibt nur wenige Behindertenparkplätze (oft werden auch die vorhandenen Behindertenparkplätze von Menschen benutzt, die sie nicht benötigen).

Es gibt kaum öffentlichen Nahverkehr, der für Menschen mit Behinderungen zugänglich ist und oft weigern sich Taxifahrer, Personen mit Rollstuhl mitzunehmen, weil sie den Rollstuhl nicht transportieren wollen oder weil sie befürchten, dass diese Person das Taxi beschmutzen könnte.

Es ist schwierig für blinde Menschen, durch die Stadt zu laufen, weil Autofahrer keine Rücksicht nehmen und es keine Ampeln mit akustischem Signal gibt. Eine weitere Schwierigkeit für blinde Menschen oder Rollstuhlfahrer sind die Strassenverkäufer, deren Schilder auf den Gehweg herausragen. So müssen die Menschen auf die Straße ausweichen, um diese Schilder zu umgehen. Dies ist besonders dann schwierig, wenn die wenigen Rampen, die es gibt, von den Verkäufern mit Ware blockiert werden.











Durch all diese Probleme fühlen sich vielen behinderte Menschen in Oaxaca in ihrem Glauben bestätigt, dass es sich nicht lohnt weiterzuleben.
Da es so schwierig ist, in der Stadt auszugehen, bleiben viele lieber zu Hause. Obwohl geschätzte 10% der Bevölkerung verschiendenartig behindert sind, sieht oder trifft ein “normaler” gesunder Mensch kaum einen behinderten Menschen. 1995 änderte die Regierung von Oaxaca ihre Landesverfassung ab und fügte ein neues Gesetz hinzu, welches die Rechte von behinderten und älteren Menschen schützt.
Bis heute, über 10 Jahre später, ist dieses Gesetz nicht in Kraft getreten.

Darum glauben wir, dass unsere Arbeit bei Divertigranja so wichtig ist. Die Kinder, die unseren Zoo besuchen,lernen weitaus mehr als den Umgang mit Tieren und der Umwelt. Nicht behinderte Kinder verlassen uns mit dem Bewusstsein dafür, wie schwierig das Leben für Menschen mit Behinderung sein kann und, wie ungerecht die Gesellschaft sein kann. Wir hoffen, dass die behinderten Kinder uns mit einem Gefühl der Akzeptanz und Stärkung verlassen.


 
 
 
 
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